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DMP Brustkrebs

Seit Januar 2003 hat der Gesetzgeber ein Programm zur Verbesserung der Versorgung von Brustkrebspatientinnen auf den Weg gebracht. Ziel dieses Programms ist die Erhöhung der Heilungsrate und Verlängerung der Überlebenszeit bei fortgeschrittener Erkrankung.

Diese Ziele sollen durch eine strukturierte, enge Zusammenarbeit der verschiedenen Experten erreicht werden, die bei der Behandlung des Brustkrebses beteiligt sind.

Außerdem wird durch die Teilnahme am Behandlungsprogramm gewährleistet, dass Diagnosemethoden, Operation, Nachbehandlung und Tumornachsorge ständig auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse sind.

Dieses Programm nennt sich DMP Brustkrebs und bedeutet Disease Management Program. Die teilnehmenden Arztgruppen verpflichten sich hierbei zu einer engen Kooperation untereinander nach den neuesten Leitlinien, sowie zu einer engmaschigen Fort- und Weiterbildung. Die Ergebnisse der Behandlung werden statistisch erfasst und ausgewertet.

Folgende Arztgruppen können sich am DMP beteiligen:

  • Spezialisierte niedergelassene Fachärzte für Gynäkologie
  • Spezialisierte Kliniken (sog. Brustzentren)
  • Ärzte für Radiologie mit besonderer Berechtigung zur Mammographie nach den Richtlinien des DMP
  • Niedergelassene Onkologen (Krebsspezialisten für die Nachbehandlung)
  • Ärzte für Strahlentherapie

Der niedergelassene Gynäkologe übernimmt hierbei die besonders wichtige Rolle der Erstdiagnostik und der "Lotsenfunktion" für die Patientin. Er koordiniert und leitet die Diagnostik, Therapie und Nachsorge.

Um an diesem Programm teilnehmen zu dürfen, müssen bestimmte fachliche, apparative und organisatorische Voraussetzung bestehen.

Außerdem muss der teilnehmende Arzt sich zuvor mittels spezieller Brustkrebsfortbildungen für die Teilnahme am DMP qualifizieren.

Ich freue mich, meinen Patientinnen mitteilen zu können, dass ich nach erfolgreicher Zertifizierung berechtigt bin, am DMP (disease management program) Brustkrebs teilzunehmen.